1. Stoneman Taurista
Hinweis: Dieser Beitrag kann Werbung für Dinge enthalten, welche mir zur Verfügung gestellt wurden.

Teil II: Stoneman Taurista und Tauernhof Flachau

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Chiemgau King im Rücken, fuhren wir am Montag, dem 24.08.2020 nach dem Frühstück, bestens gelaunt, von Ruhpolding weiter nach Flachau in Österreich. Dort wollten wir eigentlich am folgenden Tag den Stoneman Taurista fahren. Warum wir doch nicht am Dienstag gefahren sind und was wir alles erlebt haben in der Woche, werde ich euch jetzt berichten.

„Ankunft im Funsport-, Bike- & Sporthotel Tauernhof.“

Angekommen in Flachau, wurden wir an der Rezeption des Funsport-, Bike- & Ski- Hotel Tauernhof, herzlich begrüßt und willkommen geheißen. Flachau ist nur etwa 100 km von Ruhpolding entfernt. Ergo, natürlich viel zu früh im Hotel und unser Zimmer noch nicht fertig. Für uns aber gar kein Problem, so bekamen unsere Fahrräder erst mal die verdiente Pflege, welche sie vom Vortag nötig hatten. Im Anschluss spazierten wir eine kleine Runde durch Flachau und ich zeigte Chris das Hofstadl. Hier ist im Winter, beim Après-Ski die Hölle los. Wer sich jetzt wundert, ich selbst bin schon mehrmals dort versackt. Die Gegend kenne ich im Winter seit meiner Kindheit und freue mich über jeden Tag, den ich dort wieder verbringen darf. Aber zurück zum Wesentlichen. Nach dem Spaziergang war das Zimmer bezugsfertig. Schön gestaltet und sehr sauber war es genau, wie ich es mir vorgestellt hatte. Nur noch Koffer auspacken und Wohl fühlen.

„Hans der kanns.“

Mit dem Vorteil die Tage im Tauernhof mit All-inclusive verbringen zu können, machten wir uns im Anschluss auch direkt über das Mittagsbuffet her um unsere Speicher, vom Chiemgau King, zu füllen. Dabei liefen wir Hans über den Weg, der im Hotel arbeitet. Er fragte uns nach unseren Vorhaben für die nächsten Tage. Als wir ihm sagten, was geplant war, erwiderte er uns: „Verschiebt den Stoneman auf Mittwoch, da wird das Wetter ohnehin noch besser und fahrt morgen Früh mit uns zum Hüttenfrühstück.“ Diesen Vorschlag fanden wir super und genau so machten wir es. Ein Tag mehr Pause kann ja nicht Schaden und so ein Hüttenfrühstück ist etwas Besonderes. Der Plan stand somit.

„Anmeldung bei Katja und entspannen im Roof Top Pool.“

Gut gesättigt, machten wir uns auf den Weg zur Touristeninformation, wo wir mit Katja verabredet waren. Von ihr erhielten wir unsere Startunterlagen für den Stoneman. Nach einem sehr freundlichen Gespräch und den Unterlagen in der Hand ging es zurück ins Hotel. Die Zeit bis zum Abendessen verkürzten wir uns mit schwimmen und dem Gang in die Sauna. Wie geil so ein Dach-Pool ist, hätte ich nicht gedacht. Schwimmen unter freiem Himmel mit Blick auf die Berge und runter auf die herum wuselnden Menschen, einfach spitze. Dazu Entspannung im Ruheraum und der Sauna. Ach herrlich, nach der Anstrengung vom Vortag, genau das was wir brauchten. Den Abend ließen wir bei sehr leckerem Buffet ausklingen.

„Hüttenfrühstück und doch kein Ruhetag.“

Am nächsten Morgen dann, dass mit Spannung erwartete Hüttenfrühstück auf einer Privatalm. Gemeinsam mit anderen Hotelgästen versammelten wir uns an der Bikeausgabe. Eine halbe Stunde vor uns Radfahrern startete eine Wandergruppe in Richtung Alm. Mit den Guides des Hotels, Christian, Karin und Andrei starteten wir gemütlich den ca. 6 Kilometer langen Weg. An der Alm angekommen, wartete auf uns ein Frühstück der besonderen Art. Rührei, Omelette und Würstel wurde frisch für uns zubereitet. Das restliche Buffet war mindestens so gut bestückt wie im Hotel. Es fehlte an nichts. Gut, dass wir den Stoneman verschoben und dieses Erlebnis mitgenommen haben. Auf der Alm gibt es keinen Strom und abgesehen von einem Brunnen, kein fließendes Wasser. Witzig war es, mal wieder ein Plumpsklo zu sehen. Die Kinder, welche mit beim Frühstück waren, hatten scheinbar noch nie einen gesehen. Es war jedenfalls amüsant wie diese sich ekelten und das nicht fassen konnten, dass es so etwas gibt. Nach dem Essen, gab es die Möglichkeit zurück ins Hotel zu fahren oder aber mit den Guides eine Runde zu drehen. Wir entschlossen uns für die weitere Runde. So fuhren wir in einer Gruppe mit mehreren Teilnehmern zur Talstation Roter 8er Gondel Wagrain um von dort aus über eine Forststraße zur Mittelstation der Seilbahn Flying Mozart zu kommen. Hier führte uns die Route, auf halber Höhe entlang des Berges bis zu einer Kreuzung an der sich alle Teilnehmer wieder entscheiden konnten. Es gab die Wahl zwischen direkter Abfahrt und Rückfahrt durch das Kleinarltal, ins Hotel, alternativ weiter Berg auf in Höhe Mooskopf mit anschließender Abfahrt. Chris und ich entschlossen uns dazu, gemeinsam mit Guide Chris, hinaufzufahren und etwas Abfahrtsspaß zu genießen. Das zog sich ganz schön und Abschnittsweise mit einer Steigung deutlich über 20 %. Also nochmal ein kurzer Stopp mit Apfelstrudel auf der Schüttalm und dann flogen wir, frisch gestärkt, den Berg hinunter. Völlig ungeplant schon wieder 40 km mit über 1000 hm gefahren. Wo soll das hinführen?

„Ruhetag geht anders.“

Im Hotel angekommen, gab es bereits wieder etwas zu futtern. Wir bedienten uns an den leckeren Muffins, dem Kuchen und einer Tasse Kaffee. Die Gäste, die am Vormittag mit uns Radeln waren, hatten mittlerweile mitbekommen was für Pläne wir haben und was wir eigentlich mit dem MTB unternehmen. So kam einer nach dem anderen zu uns, fragte uns nach der Tour mit dem Guide und, wie es sein kann, dass wir schon hier wären. Die Blicke, als wir erläuterten, dass wir auch noch gut eine halbe Stunde Pause gemacht hätten, unbezahlbar. Einer der Gäste kam auf die Idee, uns mit zum Bubble-Soccer zu nehmen. Klasse dachte ich, den Spaß machen wir mit. Chris war erst nicht überzeugt, fuhr aber dann trotz allem mit. Für alle diejenigen, die Bubble-Soccer nicht kennen. Es ist Fußball spielen in überdimensionalen, mit Luft aufgeblasenen Kugeln. Jeder Spieler stülpt sich einen über den Körper. Der Spielball ist ein ganz normaler Fußball. Läuft man jetzt auf den Gegner zu, macht es höllisch Spaß diesen mit Wucht umzuhauen. Aufgrund des Schutzes sieht es unheimlich lustig aus wie Menschen in den Bällen quer über den Platz fliegen. Ein absolutes Highlight für Spieler und Zuschauer ohne großes Verletzungsrisiko. Das Schwierigste dabei, ist die Hitze, nach fünf Minuten Spielzeit ist man völlig fertig und durchgeschwitzt. Im Gesamten konnte jedes Team 4 × 5 Minuten spielen. Fix und fertig ging es anschließend zurück ins Hotel, wo nun endlich Feierabend war. Ein Ruhetag geht deutlich anders! Ob der Tag, am Ende wirklich förderlich für die Herausforderung Stoneman war?

„300 Gipfel Panorama zum Sonnenaufgang.“

Da wir kurz vor Sonnenaufgang starten wollten, es zu dieser Uhrzeit jedoch noch kein Frühstück gibt, bekamen wir am Vorabend, das Frühstück auf unser Zimmer gebracht. Ein wirklich toller Service des Hotels. Gut versorgt, konnten wir pünktlich um 06:45 Uhr auf unseren Rädern sitzen und los Radeln. Die ersten, knapp 10 Kilometer von Flachau verlaufen auf relativ flachem Radweg in Richtung Wagrain. Ab dann geht es richtig los! Hier wartet der erste Anstieg mit 1000 hm. Während der Auffahrt konnten wir den herrlichen Sonnenaufgang mit Alpenpanorama genießen. Gesteigert wird das ganze dann oben am Hochgründeck auf 1827 m. Dort wird man mit einem 300 Gipfel Panorama belohnt, ein absolutes Erlebnis. Nach ein paar Bildern und dem Abstempeln der Karte fuhren wir weiter, um keine Zeit zu verlieren. Es lag ja noch einiges vor uns.

Rossbrand wartet mit unerwarteten.“

Für das nächste Etappenziel mussten wir 32 km und 1200 hm überwinden. So düsten wir vom Gipfel herunter und über den Ginausattel und Blümeckwald bis nach Eben. In der Flachpassage von Eben nach Altenmarkt bleibt genug Zeit, die Speicher, während der Fahrt, mit Riegel und ISO zu füllen. Wie sich herausstellen sollte, war sämtliche Energie noch notwendig, bevor der Gipfel Rossbrand auf 1770 m überhaupt zu sehen sein sollte. Am Fuße des Anstiegs, welcher über eine Teerstraße führte, war der Autoverkehr erstaunlich hoch. Irgendwann durften wir, durch einen Schlagbaum abgesperrt, wieder Autofrei auf einer Schotterstraße fahren. Nach kurzer Zeit begeisterte uns der erste echte Trail Berg auf. Wirklich schön zu fahren dachte ich, bis dann das Schild auftauchte auf dem geschrieben stand: „Langer Anstieg, teile deine Kräfte ein. / „Steile Schiebepassagen“ / Länge 1 Kilometer“.
Solche Schilder sieht man ja hier und da mal und dann kann man doch fahren, dachten wir. Als der Blick allerdings nach vorne und oben ging, war schnell klar, dieses Schild hält, was es verspricht. Dieser Kilometer hat uns eine Menge Kraft und vor allem enorm viel Zeit gekostet. Welch eine Plackerei so kurz vor dem zweiten Checkpoint. Aber auch hier gilt wieder, quäle dich und du wirst belohnt. Oben auf dem Rossbrand bekommt man eine 360° Rundumsicht, bei der man glatt das Weiterfahren vergessen könnte. Jetzt hatten wir zwei Auffahrten und wurden zweimal mit solch einem Ausblick belohnt. Das motiviert natürlich enorm für das, was noch bevorsteht.

„Mandelberg und Forstau unspektakulär.“

Die Abfahrt vom Rossbrand führte über schöne Trails mit leichtem technischem Anspruch. Es macht Spaß dort runter zu brettern. Nach 15 km und 100 hm ist man auch schon bei Checkpoint 3 angelangt. Der Mandelberg mit 979 m ist allerdings genauso unspektakulär wie der folgende Checkpoint in Forstau auf 924 m. Also Stempeln und schnell weiter, der Hunger treibt.

„Topfernstrudel, Knödelsuppe und Höhenluft.“

Mittlerweile plagte Chris und mich ein Hungergefühl und Riegel waren nicht mehr unsere erste Wahl. Ich wollte noch bis Obertauern fahren, um dann Pause zu machen. Chris aber meinte, das wäre eine dumme Idee und er sollte recht behalten. So fuhren wir von Forstau aus aber dennoch weiter in Richtung Oberhütte, wo der nächste Checkpoint auf 1876 m wartete. Demnach galt es nun 15 km mit 1000 hm zu überwinden. Der Weg aus Forstau hinaus ins Tal ist Flach ansteigend. Neben dem Weg befinden sich immer wieder Hütten und der Forstaubach schlängelt sich durch das wirklich schöne Tal. Am Ende des Tals, bevor es zur Oberhütte hinauf geht, liegt die Vögeialm. Hier machten wir jetzt Pause. Ganz schön, was los hier hinten im Tal. Gut, dass die Leute bis zur Alm mit dem Auto fahren dürfen. Also setzten wir uns zu zwei Männern an den Tisch. Chris bestellte eine Knödelsuppe und Cola, ich ein Topfernstrudel und Buttermilch. Ich liebe frische Buttermilch auf Almen, da kann ich nicht nein sagen.
Die zwei an unserem Tisch fragten uns dann aus. Wo wir gestartet sind, wie lange wir fahren wollten, was uns dazu gebracht hat und wo wir herkommen. Die Frage nach unserer Herkunft interessierte den einen Herr ganz besonders. O-Ton des Herrn: „Es ist nämlich so. Kommen die Flachlandtiroler zu uns in die Berge, kacken sie wegen der Höhenluft meistens ab.“ Chris und ich schauten uns verwundert an, und mussten beide das Lachen verkneifen. OK zugegeben, wären wir jetzt bei 3000 m und mehr unterwegs, könnte man Anfangen darüber zu sprechen, aber auf knapp 2000 m? Wie dem auch sei, solange wir am Tisch saßen, erzählten die beiden noch viel mehr wirres Zeugs. Also schnell das Essen runter und bloß weg hier.

„Das Wandern ist des Müllers Lust.“

Gestärkt wieder zurück im Sattel, beginnt direkt hinter der Alm, der steilste fahrbare Anstieg des Tages. Mein 34er Blatt brachte ich nach der Hälfte fast nicht mehr rum und war so frustriert, dass ich absteigen wollte. Mental war ich zu diesem Zeitpunkt am Ende! Dann sah ich vor mir einen anderen Radfahrer, der sein Rad schob und dachte mir: „Nein, nicht absteigen, du fährst an dem vorbei und ziehst durch, komme was wolle.“ Die Buttermilch gab mir wohl die letzte notwendige Energie für diesen Teil und so klappte es, ohne abzusteigen. 🙂
Den extrem steilen Teil mit über 30 % geschafft, tat sich eine wunderschöne Landschaft mit frei laufenden Pferden, Kühen, hohen Gipfeln, idyllischem Bergsee und dem Checkpoint Oberhütte vor uns auf. Eine wahrlich malerische Landschaft hier oben.

„Schiebe- und Tragepassage die 2.“

Das nächste Ziel, Johannesfall war zwar nur 12 km und 250 hm entfernt, dafür musste man direkt nach der Oberhütte bis kurz vor Obertauern die Höhenmeter auf einmal überwinden. Das ganze nicht im Fahren, sondern in einer sehr unangenehmen Schiebe- und Tragepassage. Es war so zäh bis Obertauern und das zweite Mal nach dem Rossbrand, dass wir viele Kräfte lassen mussten. Gut, dass Chris gegen einen Stopp in Obertauern war und wir vorher gegessen hatten. Das Berühmte Stoneman Taurista Foto, an dem Eisernen Stoneman Wappen, kurz vor Obertauern durfte natürlich nicht fehlen.

Johannesfall liegen lassen und Abfahrt.“

Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichten wir dann endlich Obertauern. So sieht das also hier im Sommer aus dachte ich mir. Ich kenne diesen Ort, seit über 30 Jahren nämlich nur im Winter. Die Bergsonne und die Höhenluft brachten unsere Rücken ganz schön ins Schwitzen :-), weshalb wir lieber schnell zum Johannesfall fuhren. Das war nun unser Vorletzter Checkpoint. Von dort aus, geht es 31 km und 600 hm weiter zum Sattelbauer, dem letzte Anstieg des Tages. Da ich jetzt wieder Ortskundig war, wusste ich, dass es jetzt quasi nur Berg ab ging. Das ist nicht nur angenehm nach den Strapazen, sondern brachte uns auch auf Geschwindigkeit. Die Laune von Chris wurde nämlich zunehmend schlechter. Er hatte schlichtweg keinen Bock mehr, laut eigener Aussage. Das erklärte auch, warum er auf dem Radweg von Untertauern nach Altenmarkt einen fast 35er Schnitt hinlegte. Treten kann der Kerl ja, besonders wenn er frustriert ist :-). Wer den Weg kennt weiß, dass sich dieser bis Altenmarkt auf gut 20 Kilometer verteilt und entsprechend zieht.

„Letzter Anstieg mit bisschen Druck.“

In Altenmarkt angekommen, füllten wir noch mal jeder eine Flasche mit Wasser auf. Die Frau im Hotel, in dem wir hielten, meinte, wir wären fix unterwegs. Normal käme keiner, der aus Flachau startet, vor 20 Uhr hier zum Nachfüllen vorbei. Diese Äußerung motivierte uns für die letzten knapp 450 hm die jetzt folgen sollten. Also auf zur letzten „Qual“ für heute. Der Anstieg lief ganz gut und mit dem Ziel in Sichtweite lief es die letzten Meter richtig flüssig. Einfach hochdrücken egal was passiert, schließlich müssen wir danach nur noch Berg ab ins Hotel rollen lassen. Beim Sattelbauer angekommen wurden wir herzlich begrüßt. Wir gehen davon aus, dass es der Hüttenchef selbst war. Im Hintergrund saß eine Gruppe Radfahrer die mitbekamen, dass wir den Stoneman an einem Tag fahren und zu dieser recht frühen Uhrzeit schon am Ende sind. Die waren völlig aus dem Häuschen und freuten sich mindestens genauso sehr wie wir beide. Ein letzter Stempel, eine letzte Abfahrt und dann war es geschafft.

„Geiler Scheiß.“

Erschöpft und Mega happy über das erreichte, kamen wir nach einer Fahrzeit von ca. 9 Stunden, um ziemlich genau 18:45 Uhr im Tauernhof an. Pünktlich zum verdienten Abendessen :-). Wir hatten innerhalb kürzester Zeit den Chiemgau King und den Stoneman Taurista absolviert und sind mächtig stolz auf unsere Leistung. Es gab viele Höhen und Tiefen auf beiden Strecken. Am Ende hatten wir aber keinen größeren Zwischenfall und auch nicht einen einzigen Defekt an den Rädern. Geiler Scheiß 🙂 Juhuuuu.

„Nach dem Stoneman ist vor dem Ruhetag…oder auch nicht.“

Wie sich jeder denken kann, sind wir kurz nach dem leckeren essen und einem verdienten Bier, zeitig ins Bett gegangen. Die letzten Tage hatten es in sich. Für den letzten Urlaubstag, hatten wir uns beim Frühstück kurzfristig dazu entschlossen, nochmal mit Guide Chris und anderen Hotelgästen eine kleine Runde zu drehen. So ging es tatsächlich wieder aufs Rad. Na, wenn man schon mal hier ist! So fuhren wir sehr gemütlich, mit einer 8-Köpfigen Gruppe hinauf zur Lackenalm. Bei herrlichem Wetter gab es hier wieder frische Buttermilch für mich und es war Zeit etwas mit den anderen in lockerer Atmosphäre zu plaudern. Am liebsten wäre ich einfach den ganzen Tag hier oben geblieben und hätte Buttermilch geschlürft. Doch die Abfahrt stand bevor und außerdem wartete ja wieder Essen im Hotel. 🙂 Über schöne Trails führte Chris die Truppe wieder zurück ins Tal.

„Liften ist doch was Feines.“

Durch die Gästekarte, welche wir zeitlich bisher gar nicht nutzen konnten, entschloss ich mich dazu, noch eine Runde Sessellift zu fahren. Mit dem StarJet 1 und 2 fuhr ich also ganz entspannt den Flachauer Berg hinauf. Einfach Weltmeisterlich so entspannt über Hermann Maiers Heimat zu schweben. Oben ganz alleine, in der Sonne, auf dem Berg stehend, wurde es etwas Sentimental. Alles, was ich bisher hier erlebt hatte, spulte sich in meinem Kopf ab. Die schönsten Ferien und Urlaube in meinem Leben habe ich genau hier in der Region verbracht. Unglaublich, vor 31 Jahren war ich das erste Mal hier Ski fahren und heute habe ich den Stoneman Taurista absolviert. Wer hätte das gedacht?

„Das letzte Abendmahl und Heimreise.“

Mit dem Sessellift wieder gut im Tal angekommen, ging ich zurück ins Hotel um vor dem Essen, noch etwas zu ruhen. Das Abendessen an unserem letzten Urlaubstag sollte nochmal grandios werden. Im Innenhof des Tauernhof gab es einen Grillabend. Hier wurde mächtig aufgefahren. Verschiedene Salate, Käse- und Wurstplatte, gegrilltes Würstchen am Spieß, Haxe, Pute, Käsespätzle, Kaiserschmarn und mehr. Zu viel um sich alles merken zu können :-). Jedenfalls war es wie die anderen Essen in dieser Woche, sehr lecker.
Bevor wir dann pappsatt ins Zimmer gingen, quatschten wir zum Abschluss des Abends noch mit ein paar Gästen und den Guids. Dafür nämlich, war den Rest der Woche fast keine Zeit geblieben. Am Freitagmorgen packten wir alle Klamotten und die Bikes zusammen, Frühstückten noch einmal und begaben uns nach dem Auschecken auf die lange Heimreise.

„Stoneman Taurista.“

Eine wirklich wunderschöne Strecke mit knackigen Anstiegen, leicht technischen Abschnitten, schönen „Wanderpassagen“ und jeder Menge faszinierender Gipfelausblicke. Dazu ist die Beschilderung der Strecke wirklich hervorragend. Selbst ohne GPS dürfte man sich hier nicht verfahren. Überall entlang der Strecke gibt es genug Einkehrmöglichkeiten und die Menschen füllen einem die Flaschen oder Trinkblasen liebend gerne kostenfrei, mit Wasser auf. Das Salzburger Land taugt einfach für eine solche Strecke. Jetzt weiß ich auch endlich wie schön es dort im Sommer ist und werde definitiv bald wieder kommen :-).

Instagram Account des Stoneman

Instagram Account der Bloghütte

„Tauernhof Flachau.“

Unser Zimmer war sehr modern eingerichtet und sauber. Ein Hotel, welches wirklich nicht zu viel verspricht. Egal ob Jung oder Alt, ob Radfahrer, Wanderer oder Läufer, hier kommt jeder auf seine Kosten. Neben dem echt geilen Roof Top Pool, einem Hallenbad, Infrarotkabine und drei Saunen, gibt es noch viel mehr was dem Gast geboten wird. Täglich kann das breit gefächerte Angebot in Anspruch genommen werden. Dazu gehört unter anderem: geführte MTB Touren, Bubble-Soccer, Technikkurse, Wanderungen, Hüttenfrühstück, ein Hauseigener Funpark und vieles mehr. Es gibt ein reichhaltiges Frühstücksbuffet, eine Saftbar, welche fast den ganzen Tag zur Verfügung steht, Mittagessen inklusive Kaffee und Kuchen und jeden Abend ein tolles Abendessen. Ach ja, nicht zu vergessen ist. Ein Kamera überwachter Abstellplatz für die Bikes ist ebenso vorhanden wie ein kostenfreier Wäscheservice für Bikebekleidung.

Instagram Account des Tauernhof.

Zum Abschluss möchte ich mich noch bei, Christian Hipp, Chiemgau King, Stoneman Taurista und Tauernhof Flachau, für alles bedanken. Es war eine tolle Reise und wird für mich unvergessen bleiben.